Vor diesem Hintergrund ruft die chinesische Organisation SACOM zur Unterzeichung einer Online-Petition auf, die eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei Foxconn fordert.
Foxconn, welches zu dem taiwanesischen Konzern Hon Hai gehört, ist der weltweit größte Produzent von Elektronikgeräten und –komponenten. Foxconn beliefert aber nicht nur Apple, sondern auch Unternehmen wie Hewlett-Packard, Sony, Dell, Nokia und Motorola. Die Fabrik im südchinesischen Shenzhen beschäftigt etwa 420.000 Menschen. Die Selbstmordserie macht aufmerksam auf die schlechten Arbeitsbedingungen, die in dieser Megafabrik herrschen: ArbeiterInnen müssen unter hohem Druck und für einen Mindestlohn von nur 105 Euro im Monat 12 Stunden am Tag arbeiten - sechs Tage die Woche. Permanent stehen die ArbeiterInnen unter extremen Stress um die Produktionszahlen zu erreichen, die gefordert werden. Sprechen am Arbeitsplatz ist untersagt und die ArbeiterInnen leben meist isoliert auf dem Werksgelände in Wohnheimen.
Foxconn selbst weist Kritik in diesem Zusammenhang zurück, doch GewerkschaftsvertreterInnen und AktivistInnen sehen einen klaren Zusammenhang zwischen den Arbeitsbedingungen in der Firma und den Suizidversuchen. Vor diesem Hintergrund hat die chinesische Organisation SACOM ("Students and Scholars Against Corporate Misbehaviour" - Studenten und Dozenten gegen das Fehlverhalten von Konzernen) eine Online-Petition gestartet, die Foxconn und Großkunden wie Apple, Sony etc. dazu auffordert, darauf hinzuwirken, dass sich die Arbeitsbedingungen bei Foxconn verbessern. Hier geht es zu der Petition und weiteren Informationen von SACOM.









